An alle Kritiker da draußen: Ihr könnt jetzt einpacken, denn die Fee der Einzigartigkeit sagt, dass wir etwas besonderes sind!

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Voll der schöne Clip, aber warum macht Sunny denn einfach nicht die Augen zu??

An alle One Direction-Fans: Diesen Beitrag solltet ihr euch besser nicht anschauen!

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Und falls ihr es doch getan habt: Der Blick ist ganz bestimmt nur aus einer kurzzeitigen Lähmung entstanden, die gar nichts, wirklich rein gar nichts, mit seinen wahren Gefühlen zu dir als Fan zu tun hat! One Direction 4 Live & Yolo & so.

Mein Freund Herbert Grönemeyer

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Herbert Grönemeyer atmet erst mal durch, als ich den Raum betrete und mein Kollege von der FAZ langsam Richtung Fahrstuhl des Hotel du Rome verschwindet. Dann huscht ein süffisantes Grinsen über sein Gesicht, sein Blick richtet sich auf meine obere Körpermitte: „Na, Cornelius, altes Haus, wie machst Du das eigentlich, selbst in Zeiten eines Russland-Embargos immer noch an diese Schokoladenbutter ranzukommen …“ Auf meinen spielerisch angefressenen Gesichtsausdruck reagiert er mit einem herzlichen Lachen und fragt mich, ob ich denn wenigstens eines der Seelachs-Schnittchen im Grill Royal abbekommen hätte. Der Kollege eben sei leider leer ausgegangen, habe er erzählt.

„Die Leute beschweren sich aber auch dauernd jetzt“, gebe ich schlagfertig zurück und ernte den Beifall meines alten Freundes aus Studientagen an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Neger für diesen Schlechtwitz. „Was haben wir uns damals immer nur für tolle Flachwitze um die Ohren gehauen, wenn wir zusammen MTV geguckt haben, was?“ Herbert Grönemeyer hält sich vor Lachen den Bauch, der im Vergleich zu meinem eigenen auch nicht von schlechten Eltern ist. Aber von vorne.
Ruhr-Universität Bochum. Die wilden 70er. An jeder Ecke qualmt ein Langhaariger mit den Fabrikschloten um die Wette, Flokatifrisuren und schwarze abgewetzte Lederjacken, VW-Busse mit Sonnenblumen im Haar, Diskussionen im ASTA und jeder kennt jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden bei der RAF kennt. Und mitten drin Herbert und ich. Herbert noch nicht der langsam kahler werdende Mittfünfziger von heute, sondern mit schwarzer Mähne, rotem Stirnband und einem überdimensionalen Muttermal rund ums rechte Auge. Wir nannten ihn Panda, er nannte uns anfangs „Arschlöcher“, bis wir in einer Vorlesung von Henry Marcuse die zweite Hälfte, also 45 Minuten, in der Ecke stehen mussten, weil wir die Vorlesung durch ungebührliches Verhalten gestört hatten.

„Willst Du dauernd jetzt besoffen sein?“

„Herbert, ich habe das Gefühl, dass Dein neues Album schon im Titel auf die alten Zeiten anspielt. Erinnerst Du Dich an damals, also jetzt?“ „Wie meinst Du das genau, Flori?“ Herberts Masche schon damals. Eine Frage mit einer Gegenfrage beantworten. Seine Lieblingsantwort: „Warum nicht?“ „Naja, wie gesagt der Titel und dann Songs wie ‚Ich fick mich durch‘ oder ‚Morden‘ … das sind Wörter, die wir damals auch ständig gebraucht haben, oder ist Dir das unbewusst so geraten?“ Herbert schmunzelt ein wenig: „Und ‚Dauernd jetzt‘ jetzt? Was ist da die Anspielung Deiner Meinung nach?“ Ich stutze, weil Herbert eigentlich ein Elefantengedächtnis hat wie Dr. Helmut Kohl. Wie konnte er das nur vergessen?
Lang und breit erkläre ich ihm , wie oft er die Wortkombination „Dauernd jetzt“ damals benutzt hat, wie er mich anblaffte, als meine sandinistische Freundin vorübergehend für 3 Jahre bei uns einzog („Soll die dauernd jetzt bei uns wohnen? Wir haben nur 1 Zimmer, das wir uns teilen, Flori!“), wie er mich in einer meiner schlechteren Phasen aus dem Abgleiten in den Alkoholismus bewahrte („Willst Du dauernd jetzt besoffen sein, oder was? Was soll das?!“) und wie er sich aufregte, dass die Bildzeitung „dauernd hetzt“ – letzteres vielleicht nicht ganz so ein gutes Beispiel, aber immerhin ist da ja auch nur ein Buchstabe anders. Und je mehr ich erzähle, desto wissender nickt Herbert. Jetzt hat er wieder alles vor sich als wäre es gestern gewesen, das spüre ich instinktiv, als er wieder zu sprechen ansetzt.

„Es heißt nicht ‚Ich fick mich durch‘!“ „Aber es klingt so!“

„Nein.“ Er schüttelt den Kopf wie Joe Cocker bei „With a little help from my friends“. Dass ihm dieses ganze „Ruminterpretiere tierisch auf den Sack“ gehe, dass „Dauernd jetzt“ dann ja eigentlich „Dauernd breit“ hätte heißen müssen (Meinen Einwand, dass das eher nach JBO klinge, ignoriert er völlig.) und überhaupt, wie ich als vermeintlicher Starjournalist denn dazu komme, die Titel seiner neuen Songs falsch zu zitieren. „Es heißt nicht ‚Ich fick mich durch‘!“ „Aber es klingt so“, werfe ich reaktionsschnell ein und stehe kurz vor einer Backpfeife von Deutschlands größten Popstar, der es aber bei einem „Fick Dich selber“ belässt. Und „Morden“ hieße übrigens „Morgen“, ob ich denn was an den Ohren hätte oder wieder zu viel saufe auf meinen „Schickimicki-Events“ bei der Bunte, der Gala oder der Tussi oder wie die ganzen Scheißblätter denn hießen.
Das kann ich so nicht stehen lassen, gerade nicht nach einer Albumvorstellung im Grill Royal. „Für die Journalisten Schnittchen und der feine Herr lässt sich backstage Filetsteak mit Sauce Béarnaise servieren! Ausgerechnet Du regst Dich hier über meine Profession auf.“ Langsam gerate ich echt in Fahrt, doch Herbert, mein Freund Herbert Grönemeyer, reagiert deeskalierend, greift zum Zimmertelefon und ordert zwei Steaks. Als wenig später der Page eintritt und auf seinem platinierten Servierwagen mit luftgepolsterten Pirellireifen das Essen aufträgt, ist meine Wut verdampft, erst recht, als Herbert kurze Zeit später noch einmal in der Küche durchklingelt und keine fünf Minuten darauf ein mit Goldflocken beträufeltes Spaghettieis in XXL von zwei livrierten Paginnen hineingetragen wird.

Herbert Grönemeyer, Campino und der Mars

„Hau rein, Cornelius! Ich vergess doch nicht die alten Zeiten. Und vielleicht hast Du ja auch ein bisschen recht, dass ‚Dauernd jetzt‘ einige Remini …, Remisi …, Reminist …, Remininszenzen an die Zeit damals enthält. Aber das Wichtige ist doch, dass Du und ich, dass wir hier jetzt und hier und jetzt, gemeinsam sitzen … und Freunde sind. Auch, wenn Du immer noch wie ein Schwein frisst, altes Haus.“ Ich lächle, während mir ein aus Spucke und Erdbeersoße bestehender Faden aus dem linken Mundwinkel auf den edlen Perserteppich tropft und mir vor Rührung eine Träne die linke Wange hinunter läuft.
„Ganz andere Frage, Herbert.“ Während ich versuche, mit der Zunge ein besonders großes Goldplättchen aus meiner Backentasche zu puhlen und darüber nachdenke, wie viel Karat mein nächster Stuhlgang hat, möchte ich noch irgendwie meine nächste Frage loswerden. Gar nicht so einfach, selbst für ein Schlachtross von Starjournalist wie mich, so viel Multitasking auf einmal zu betreiben. Bleibt das Gold halt in der Backe, denke ich und durch meine zuckende Lefze nuschele ich die Fragen „Warum hast Du nicht bei diesem Weihnachtssong gegen Ebola mitgemacht? Hat Campino Dich nicht angerufen oder was?“ in Richtung Herbert.
Gelangweilt steckt sich Herbert Grönemeyer seinen linken kleinen Finger ins rechte Ohr, wie er es damals auch immer machte, wenn eine ASTA-Sitzung zu lange dauerte. „Willst Du eine ehrliche Antwort oder eine geheuchelte?“ Nach kurzem Überlegen entscheide ich mich für eine der beiden Varianten …
Das vollständige Interview inklusive weiterer interessanter Tatsachen zur Entstehung des neuen Albums, die enge Zusammenarbeit mit dem Produzententeam des Sommerhits „Samba de Janeiro“ sowie Herbert Grönemeyers Meinung zu den Vorteilen pasteurisierter Lebensmittel auf einer noch zu errichtenden Mars-Station können Sie in der Januar-Ausgabe des Rolling Stone nachlesen, in der Florian Cornelius ab Januar vierteljährlich berühmte Musiker und popkulturell interessante Megastars besuchen wird.

50 Euro, dass hinter diesem Namen das RTL-Team steckt, dass auch die Einblendungen bei Bauer sucht Frau verbrochen hat!

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Wir wünschen euch allen einen wunderschönen guten Morgen, liebe Freunde!

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